Жареная картошка vegan – russische Bratkartoffeln mit Bohnen-Salat

„Russische Küche ohne Fleisch? Да ё-моё – viele Gerichte waren schon immer fast vegan.“
Ich bin Russin und ich bin eine Veganerin.
Und deshalb passiert mir immer wieder etwas sehr Interessantes.
Menschen schauen auf meinen Teller und sagen sofort Dinge wie:
„Tomatensoße ohne Hackfleisch geht nicht.“
„Brot darfst du doch gar nicht essen.“
„Bratkartoffeln sind doch kein veganes Essen.“
Бред.
Denn viele klassische Gerichte aus Russland sind eigentlich viel näher an pflanzlicher Küche, als die meisten denken.
Ein perfektes Beispiel dafür ist ein Essen, das ich sehr oft koche:
жареная картошка – Bratkartoffeln mit Zwiebeln.
Dazu mache ich eine einfache, eiweißreiche Beilage aus weißen Bohnen.
Ein Essen, das satt macht.
Ein Essen ohne Tierleid.
Und ein Essen, das zeigt, dass Tradition auch gewaltfrei funktionieren kann.
Жареная картошка – russische Bratkartoffeln aus der Pfanne
Жареная картошка gehört zu den einfachsten Gerichten der russischen Küche.
Man braucht dafür nur wenige Zutaten:
Die Kartoffeln werden in der Pfanne gebraten, bis sie außen knusprig und innen weich sind.
Die Zwiebeln karamellisieren langsam und geben dem Gericht seinen typischen Geschmack.
Der Duft allein sagt schon:
вкусно.
Viele essen das einfach so.
Ich esse es fast immer mit Brot.
Und нет блин – Brot ist mir nicht verboten, nur weil ich vegan lebe.
Brot ist sehr oft vegan
Ein Satz, den ich ständig höre:
„Du bist Veganerin – Brot darfst du doch nicht essen.“
Doch viele klassische Brote bestehen einfach aus:
Kein Ei.
Keine Milch.
Kein Tier.
Dieses Brot ist tierleidfrei.
Und ehrlich gesagt gibt es viel mehr vegane Brote, als die meisten Menschen glauben.
Eiweißreiche Beilage: Bohnen-Salat aus weißen Bohnen
Zu meinen Bratkartoffeln mache ich gerne einen sehr einfachen Salat.
Er besteht aus:
Zutaten
Die Bohnen liefern Eiweiß und machen das Essen richtig sättigend.
Die Kräuter bringen Frische, und die Zitrone gibt eine leichte Säure.
Zusammen mit den Bratkartoffeln entsteht ein Gericht, das:
🟢sättigt
🟢ausgewogen ist
🟢und komplett tierleidfrei gekocht wird.
Вот так.
„Ohne Hackfleisch gibt es keine richtige Tomatensoße“
Das ist ein Satz, den ich ebenfalls sehr oft höre.
Doch auch hier gibt es eine einfache Lösung.
Ich nehme Sojaschnetzel statt Hackfleisch.
Sie werden kurz in heißem Wasser eingeweicht und anschließend in die Tomatensoße gegeben.
Und ё-моё – vom Eiweißgehalt her ist das fast genau das Gleiche.
Die Soße wird:
-würzig
-sättigend
-und bleibt gleichzeitig tierfreundlich.
Tradition muss nicht mit Tierleid verbunden sein
Viele Menschen sagen:
„So haben wir das immer gemacht.“
Doch Tradition bedeutet nicht, dass sich nichts verändern darf.
Viele Gerichte funktionieren genauso gut ohne tierische Produkte.
Ich esse deshalb einfach das, was für mich moralisch vertretbar ist.
Gewaltfrei.
Tierfreundlich.
Und trotzdem richtig gut.
Vegane Küche bedeutet nicht Verzicht
Viele glauben immer noch, vegane Ernährung bedeute, dass man ständig etwas nicht essen darf.
Doch genau darüber habe ich einen ausführlichen Artikel geschrieben.
👉 Hier kannst du weiterlesen:
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